Der neue „Komtur“ wurde mit großer Mehrheit gekürt ….

 

… allerdings „nur“ der Komtureiwein gleichen Namens unserer Komturei Tirol …!

In bereits vierter(!) Auflage haben wir uns unlängst nach einem langwierigen und intensiven Auswahlprozedere und unter „trinkkräftiger“ Anleitung unserer „Haus- und Hof-Winzer“ Günter und Regina Triebaumer auf eine wieder sehr interessante Cuvée geeinigt. Dazu durften wir Günter und Regina bei uns in Kufstein im „Goldenen Löwen“ zu einem spannenden und fordernden „Finale“ begrüßen.

Diesem vorausgegangen war im August des letzten Jahres eine Vorverkostung verschiedener Fassproben auf der Triebaumer´schenTerrasse in Gols, wo bei hochsommerlichem Wetter, einem üppigen kalten Buffet und bei bester Stimmung, so mancher unserer VerkosterInnen an seine/ihre „Belastungsgrenzen“ gestoßen ist (Anekdoten und Details dazu werden zwar immer wieder kolportiert, entsprechen aber in keinster Weise den Tatsachen ….).

Jedenfalls konnte oder wollte sich keiner der bemühten Vorkoster an irgendwelche verbindlichen Entscheidungen erinnern, was das eingangs erwähnte „Finale“ letztendlich unentbehrlich machte.

Nach den bisherigen Abfüllungen unseres „Komtur“ aus den Jahrgängen 2015, 2018 und 2021 – allesamt ausgezeichnete Rotweinjahrgänge – galt es nunmehr, den idealen Rebsortenmix für den Jahrgang 2024 zu finden. Laut Günter war auch der 2024-er ein hervorragender Jahrgang, ausgesprochen fruchtbetont, mit hoher physiologischer Traubenreife und sicherlich langem Reifepotential.

Eingebettet in ein gefinkeltes (und manchmal (über)forderndes!) Bewertungssystem wurden in einem ersten Durchgang vier von Günter und Regina vorbereitete Cuvées in zwei 2-er-Flights verkostet und bewertet. 25 VerkosterInnen stellten sich dieser Herausforderung und gaben nach vielen und intensiven Diskussionen ihr profundes Urteil ab. Jene Probe mit den wenigsten Punkten (es war dies für viele überraschend die Cabernet Franc-dominierte Cuvée) schied aus und die verbleibenden drei Proben wurde in einem finalen 3-er-Fligt einer neuerlichen und kritischen Bewertung unterzogen.

Und wie schon beim ersten Durchgang gab es letztendlich mit der Cabernet Sauvignon-dominierten Cuvée einen klaren Sieger, gefolgt von den Cuvées mit mehrheitlichem Blaufränkisch- bzw. Merlot-Anteil.

Unser 2024-er „Komtur“ wird demnach zu ca. 65% aus CS und je ca. 12% ME, CF und BF bestehen – annähernd (nicht ganz) ein klassischer Bordeaux-Blend.

Nach getaner „Arbeit“ hatten Günter und Regina noch die eine oder andere „Belohnung“ für uns Tiroler in petto und wir waren eingeladen, den einen oder anderen Wein der aktuellen Jahrgänge aus dem Triebaumer´schen Protfolio zu verkosten. Darunter natürlich BF und Ruster Ausbruch (bei Günter gibt es keine Verkostung ohne süßen „Abschluss“), – aber eben nicht nur ….!!

Als rundum schon alle Tische fürs Frühstück gedeckt wurden, war auch der großzügigst bedachte „vinarische Nachschlag“ aus dem Hause Triebaumer geschafft und zudem ein neuer „Komtur“ gekürt! Und so beendeten wir – es war bereits deutlich nach Mitternacht – einen ausgesprochen kurzweiligen und geselligen Verkostungsabend mit unserem bestens aufgelegten, jetzt aber etwas müde wirkenden, Lieblingswinzer ….