Reiseführer

Nachdem unsere für 2020 geplante Weinreise den Covid-Maßnahmen zum Opfer gefallen war, konnte diese mit einjähriger Verspätung vom 16. – 19.September d.J. nachgeholt werden.

18 Weinbrüder und Weinfreunde mit Partnerinnen freuten sich auf 4 abwechslungsreiche und sowohl „kulinarisch als auch vinologisch herausfordernde“ Tage im wunderschönen Prosecco-Gebiet nördlich von Treviso.

Bei den Verkostungen in der Villa Sandi (samt Besichtigung der eindrucksvollen unterirdischen Kellergewölbe) und bei Ruggeri war natürlich die Glera-Traube, aus der der Prosecco gekeltert wird, unumstrittener Hauptdarsteller. Von Zero Brut und Brut über Dry und Extra Dry durften wir eine Vielzahl an tollen Weinen/Prosecci verkosten und uns auch reichlich für die Keller zu Hause eindecken.

Abwechslung erfuhren unsere „kostungsfreudigen“ Gaumen zum einen bei einer Führung und Verkostung in der „Distilleria Da Ponte“, wo uns neben einer ausführlichen Familiengeschichte (mit Verbindungen bis hin zum legendären Casanova!) v.a. die ungewöhnlich angenehm, weil „morbido“, zu trinkenden Grappe beeindrucken konnten.

Und weil eine Weinreise ohne Rotweine für uns ein klares „no go“ ist, war natürlich auch ein Besuch bei einem Winzer mit Rotwein-Schwerpunkt am Programm. Und mit dem Weingut „Conte Loredan Gasparini“ in Venegazzú, am südlichen Rand des Prosecco-Gebietes, war es dann auch gleich das diesbezügliche Vorzeigeweingut der Region. Überraschend gelungene Rotweine mit dem „Capo di Stato“, eine Bordeaux Cuvée, als Flaggschiff, eine tolle Präsentation durch den aktuellen Besitzer Lorenzo Palla, und schließlich eine großzügige Bewirtung durch dessen Frau rundeten einen gelungenen Tag, der mit einem Ausflug in die Provinzhauptstadt Treviso begonnen hatte, stilgerecht ab.

Die Abendessen in dreien der unzähligen tollen Trattorien und Osterien der Gegend (wir „dinnierten“ in der „Enoteca di Medá“ in Pieve, im Ristorante „Al Edera“ in Campea und zuletzt in der „Osteria dai Mazzeri“ in Follina) standen jeweils unter einem speziellen Weinthema (Veneto, Piemont und Süditalien) und brachten uns v.a. kalorienmäßig an die Grenzen unserer „Aufnahmekapazitäten“ …. Mit ein Grund, warum am sonntägigen Heimweg nur mehr eine „kleine (dreigängige) Marende“ im Schaurhof in Sterzing Platz hatte.

Eine harmonische und gesellige Reisegruppe, ausgezeichnete Weine und jede Menge kulinarische Höhepunkte, viele neue Eindrücke von einem uns bisher weniger bekannten Weinbaugebiet sowie Glück mit einem angenehmen Reisewetter werden unsere „Weinreise 2020/21“ sicher noch eine Zeitlang nachwirken lassen ….